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Die GPS-Satelliten Technik (Global Position System) basiert auf dem simplen Prinzip der Kreuzpeilung, die schon seit Menschengedenken in der Seefahrt angewendet wird. Sie ermittelt aus mindestens zwei Schnittpunkten einen “Wahren Ort”. Der Autor dieser Seiten ist Segler und war mit seinem Schiff, der Segelyacht “XENIA”, in der halben Welt unterwegs. Dabei habe ich schon 1986 die Satelliten Navigation kennen gelernt. Damals war das System noch sehr in den Anfängen. Ursprünglich wurde es für die US und russischen Streitkräfte entwickelt. Jahrelang wurden Störsignale gesendet, damit niemand, außer den eigenen Militärs, das System nutzen konnten. Diese Störsignale wurden 1999 abgeschaltet und seit dieser Zeit macht GPS einen Sinn, da die Genauigkeit verbessert wurde, meist liegt sie zwischen 3 und 12 Metern. Die meisten Geräte haben eine Anzeige für die jeweilige Genauigkeit.
Also, die alte Kreuzpeilung wird hier angewendet und zwar elektronisch. Die 32 Satelliten im All und sind an bestimmten Positionen verankert. Von dort senden sie dauernd Signale, die sich kreuzen. Ein GPS Empfänger empfängt diese Signale und errechnet daraus seine Position. Das geschieht etwa jede Sekunde einmal. Er muss dazu von mindestens zwei Satelliten Signale empfangen. Hat er für mehrere Sekunden keinen Empfang, zeigt er an: Schlechter Satellitenempfang. Das ist das ganze Prinzip der Satellitennavigation. Alle GPS basierten Systeme verwenden die gleichen Signale. Egal ob Auto-, Schiffs- oder mobile Navigation. Seit jüngster Zeit wird es auch z.T. in der Flugnavigation eingesetzt, allerdings mit einem zusätzlichem System zur weiteren Verfeinerung und Sicherung. Reichlich Infos zu dem Thema finden Sie HIER.
Das in den Startlöchern befindliche europäische System Galileo wird mit den gleichen Daten senden wie die Systeme bisher, so dass die Kompatibilität sicher gestellt ist. Neu seit einiger Zeit ist der Einsatz von WAAS. Heißt nichts anderes, als dass die gesendeten Daten noch mal verfeinert werden, was vor allem für die Flugnavigation wichtig ist. Aber schön, dass wir auch davon profitieren. Seit 1.1.2004 ist WAAS/EGNOS in Betrieb, und nicht mehr im Versuchsstadium, Fehlanzeigen kommen nicht mehr vor.
Achtung: Die Funktion (Abgleichen der Signale mit WAAS/EGNOS) kostet Strom und erhöht den Batterieverbrauch.
Noch ein paar Besonderheiten sollte man wissen: Bei der Errechnung einer möglichst exakten Position können Einflüsse eintreten, die zu Störungen führen:
1. Sehr stark bedeckter Himmel, im Verein mit Nebel oder Regen
2. Teile zwischen GPS Empfänger und Himmel (dichte Bäume)
3. In Häusern oder Überdachungen, sowie Tunneln ist kein Empfang möglich (im Gegensatz zu Handy Signalen)
Je nachdem welche Summe von Faktoren zusammen kommt, kann es zu Fehlern beim Ermitteln der Positionen kommen. Daher ist dringend davon abzuraten, das GPS Gerät als alleiniges Navigationsmittel zu verwenden. Nehmen Sie daher immer eine Karte mit, damit sich Sie bei einem möglichen Ausfall des Systems zurecht finden.
Die Entwicklungen im Rahmen der Initiative der EU ein eigenes System zu installieren geistern durch den Blätterwald und stiften Verwirrung. Keine Unruhe ist nötig: Alle Geräte die heute und in Zukunft auf dem Markt erscheinen und erschienen sind, werden kompatibel sein, da das System als solches nicht geändert wird, sondern nur noch präziser, leistungsfähiger und unabhängiger von den bisher auf militärische Nutzung ausgerichteten Systemen. Mit diesem Link finden Sie eine PDF Datei mit den jüngsten Informationen dazu: Was ist EGNOS?
Nachfolgend die praktische Darstellung der Nutzung im Vergleich beim Cross-Country-Biken mit und ohne GPS. Dazu wähle ich die gleiche Strecke mit beiden Formen, um den Unterschied deutlich zu machen. Hierzu eine Tour, beschrieben in einem sonst sehr guten Bike-Touren-Führer für die Eifel:
Km 0,0 Start ist der Parkplatz an der Kirche in M. Man fährt li. hinab zu der Hauptstr., dort geradeaus in die P.. Str., nach 500 m an der Diskothek li. ab Rtg. S.
Km 3,3 An der K 35 am Ortsende von S. li. abbiegen auf den asphaltierten Wirtschaftsweg.
Km 3,5 An der Trafostation re. den asphaltierten Wirtschaftsweg Rtg. P.
Km 4,9 Am Ortsrand von P. auf die L110 biegen.
Km 6.7 Hinter der Brücke .........usw.
Dazu liegt der Beschreibung noch eine schematische Karte bei, die zeichnerisch den Wegverlauf darstellt. Ich bin diese Tour selbst gefahren und habe mich schon bei den ersten Km mehrfach verfahren: Die Diskothek gab es nicht mehr, die Trafostation habe ich als solche nicht erkannt, an einem kleinen Haus ging ein Weg lks ab, re. habe ich nichts gefunden. Bis dahin war mein Tacho schon völlig falsch, weil jedes Suchen und Hin- und Herfahren Fehler erzeugt.
So sieht die Wegpunktfolge einer GPS Aufzeichnung mit der gleichen Strecke aus:
Die schwarze Linie ist die Strecke; die roten Punkte sind die Navigationspunkte die der GPS Empfänger gesetzt hat. Die Häufigkeit der Punktsetzung ist einstellbar. Es kann leicht vorkommen, dass es später bei der Kartenbetrachtung Unterschiede gibt. Das kann verschiedeneGründe haben:
Nur alles dieses kann die Vorteile der GPS Nutzung für unseren Sport nicht beeinträchtigen:
Dazu endlos mehr Sicherheit. Letztlich können wir, wenn es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall kommt, einfach die Funktion “GoTo” verwenden und bekommen den kürzesten Weg, die Distanz und die Richtung zu unserem Ausgangspunkt oder der nächsten Ortschaft angezeigt. Des Weiteren können wir im Notfall unsere Position genau angeben und werden schneller Hilfe bekommen.
So verwenden viele Menschen GPS ganz simpel: Wanderparkplatz, Auto abstellen, den Standort “Markieren”, Spaziergang; Wanderung machen, nach ..... Stunden: Wo geht’s lang? GPS raus, anschalten, “GoTo” drücken und alle Zweifel sind beseitigt.
P.S. Fett markiertes steht in der Bedienungsanleitung, die unbedingt vor der ersten wirklichen “Outdoor” Nutzung SORGFÄLTIG zu studieren sich wirklich lohnt. Ebenso erste Testversuche auf bekanntem Terrain sind dringend zu empfehlen.
Noch ein Rat vom Dauer Nutzer: Nehmen Sie einen Satz extra Batterien oder eine 2. Lio-Ionen Akku mit nehmen. Die Batterieanzeigen sind zwar hervorragend, aber der Verbrauch auch abhängig von der Leistungsanforderung, die unterschiedlich sein kann. Und ich habe schon neue Batterien erlebt, die nach 3 Stunden platt waren. Daher: Sicher ist Sicher.